Seit Tagen schon verfolgt mich das Bild der südamerikanischen Straßenmusiker, die offensichtlich zeitgleich in allen deutschen Städten peruanische Schlagerparaden zelebrieren. Bewaffnet mit Poncho, Gitarren und Panflöten schmettern sie mit großer Hingabe einen Andenhit nach dem anderen. Gnadenlos dringt der schrille Klang der Flöten in meinen geschundenen Gehörgang ein - Flucht zwecklos. Ich werde das Gefühl nicht los, dass sich die gesamte peruanische Musikbranche für ein fortwährendes Megakonzert in Deutschland, nein, in ganz Europa aufhält. Die Invasion der flötenden Barden hat aber - so hoffe ich jedenfalls inständig - einen Vorteil: wenn wir heute Abend gen Peru aufbrechen, dann herrscht in dem Anden-Staat völlige Stille. Wie sollte es auch anders sein - die musizierenden Jungs und Mädels sind ja alle hier. Und selbst die bevorstehende, fast 35 Stunden dauernde Anreise nach Iquitos im tropischen Regenwald kann die Freude auf die panflötenfreie Zone nicht trüben. Dabei sind die 47 philippinischen Mückenstiche noch nicht einmal ganz verheilt und ich bin gespannt, wie viele peruanische Moskitos ihren Senf dazu geben werden. Die Bedingungen für die kontinentalübergreifende Mückenstichorgie sind leider ideal: Regenzeit mit hoher Luftfeuchtigkeit, gepaart mit hohen Temperaturen um die 40° Grad. Aber nicht nur der Amazonas steht auf unserem Reiseplan - auch die Gebirgszüge der Anden erwarten uns. Große Vielfalt, spannende Themen. Hitze, Feuchtigkeit, Kälte, Höhe. Es soll mir alles recht sein - solange es still ist.
Freitag, 23. März 2012
Land der Stille
Seit Tagen schon verfolgt mich das Bild der südamerikanischen Straßenmusiker, die offensichtlich zeitgleich in allen deutschen Städten peruanische Schlagerparaden zelebrieren. Bewaffnet mit Poncho, Gitarren und Panflöten schmettern sie mit großer Hingabe einen Andenhit nach dem anderen. Gnadenlos dringt der schrille Klang der Flöten in meinen geschundenen Gehörgang ein - Flucht zwecklos. Ich werde das Gefühl nicht los, dass sich die gesamte peruanische Musikbranche für ein fortwährendes Megakonzert in Deutschland, nein, in ganz Europa aufhält. Die Invasion der flötenden Barden hat aber - so hoffe ich jedenfalls inständig - einen Vorteil: wenn wir heute Abend gen Peru aufbrechen, dann herrscht in dem Anden-Staat völlige Stille. Wie sollte es auch anders sein - die musizierenden Jungs und Mädels sind ja alle hier. Und selbst die bevorstehende, fast 35 Stunden dauernde Anreise nach Iquitos im tropischen Regenwald kann die Freude auf die panflötenfreie Zone nicht trüben. Dabei sind die 47 philippinischen Mückenstiche noch nicht einmal ganz verheilt und ich bin gespannt, wie viele peruanische Moskitos ihren Senf dazu geben werden. Die Bedingungen für die kontinentalübergreifende Mückenstichorgie sind leider ideal: Regenzeit mit hoher Luftfeuchtigkeit, gepaart mit hohen Temperaturen um die 40° Grad. Aber nicht nur der Amazonas steht auf unserem Reiseplan - auch die Gebirgszüge der Anden erwarten uns. Große Vielfalt, spannende Themen. Hitze, Feuchtigkeit, Kälte, Höhe. Es soll mir alles recht sein - solange es still ist.
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