Etwas skurril kommt der kleine Mann schon daher, wie er uns am Paranal-Observatorium in der Atacama-Wüste in Empfang nimmt. Allerdings passt er ins Gesamtbild: gute zwei Stunden entfernt von Antofogasta liegt diese durch und durch außergewöhnliche Anlage, an einem der trockensten Plätze unseres Planeten. Etwa 150 Wissenschaftler aus aller Welt arbeiten ständig auf dem Berg, die ruhigen Luftströmungen und die extreme Trockenheit bieten ideale Bedingungen für die Astronomie. Und so ist die Hauptattraktion
auch ganz klar das VLT - das Very Large Telescope. So phantasielos die Namensgebung, so spektakulär ist dagegen die Szenerie. Das Großteleskop besteht aus vier Einzelteleskopen, deren Spiegel zusammengeschaltet werden können. Wie das geht? Keine Ahnung. Was das heißt? Nun ja, wenn die Astronauten der Internationalen Raumstation so ein Teleskop zur Verfügung hätten, könnten sie von da oben die Tageszeitung mitlesen. Und vielleicht würden sie dann ganz Ende, auf die Mitteilung stoßen, dass Dirk und ich über den Zeitraum der vergangenen vier Jahre mittlerweile ein ganzes Jahr miteinander verbracht haben - einjähriges sozusagen. Zur Feier des Tages lassen wir uns dann auch nicht lumpen und geben vor einzigartiger Kulisse Luftgitarrenakrobatik zum Besten.
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