Es war einmal ein kleiner Junge, der lebte auf der Insel Angaur. Und weil er nicht aufhoeren konnte zu essen, wurde er immer dicker. Er wurde so dick, dass die anderen Menschen anfingen sich zu fuerchten und versuchten, ihn von der Insel zu vertreiben. Aber der Junge ass weiter - er ass so lange weiter bis er kugelrund war und kaum noch auf die Insel passte. Die anderen Menschen beschlossen, ihn gewaltsam zu verjagen - da explodierte der Junge. Als die einzelnen Teile in den Pazifik fielen, entstand aus ihnen...Palau. Soweit die Legende. Aber eins steht fest: Der junge Mann hat sich beim explodieren wirklich Mühe gegeben und etwas wunderschoenes geschaffen. Immer wieder fahren wir mit unserem Boot durch die zerklueftete Landschaft der Rock Islands und staunen ueber die unglaubliche Farbvielfalt. Das Wasser ist glasklar und laedt permanent zum hineinspringen ein. Wer sich allerdings nach Abkuehlung sehnt...Fehlanzeige, denn 30 Grad helfen nicht weiter. Nur Jonathan, unser Boat-Captain, haette es gerne noch etwas waermer. Ich weiss allerdings nicht, ob ich ihn ernst nehmen kann... schliesslich kaut er sogar beim tauchen seine Bethel-Nuss und schaut dann immer ein klein wenig verzueckt aus. Nicht verzueckt aber entzueckend ist der Jellyfish-Lake. Ein kleiner See, auf einer nicht viel groesseren Insel, der vor etwa 18000 Jahren durch das ansteigen des Merresspiegels entstanden ist. Millionen von Quallen leben in diesem See - und jede einzelne fuehlt sich an, wie ein Toepfchen voller Slimy...erinnert ihr euch? Und sieht auch fast genauso aus - bloss in gelb. Woher ich das weiss? Nun, wir sind stundenlang in dem See geschwommen, inmitten von glibberigen, schleimigen, hirn- und rueckgratlosen Zeitgenossen. Etwas gewoehnungsbeduerftig, aber harmlos. Gewoehnungsbeduerftig ist auch, dass wir unsere Kameratechnik irgendwie ans andere Ende des Sees transportieren muessen - Boote sind verbo(o)ten (Ha!) und es gibt nur einen kleinen Steg, ueber den man ins Wasser gelangt. Also: Matratze aufpumpen, Kamera in wasserdichten Sack, Oli mit Kamera auf Matratze und los geht es: Sabine paddelt, die Matratze vor sich her schiebend, quer ueber den See - schliesslich wandern die Quallen mit dem Sonnenlicht. Die Viecher haben keinerlei Abwehrmechanismen und deshalb auch kein Gift - sie brauchen es schlicht und ergreifend nicht, weil sie keine Feinde haben. Und es gibt noch etwas, was sie nicht brauchen: Futter. Yip. Richtig gehoert. Die Dinger haben es doch tatsaechlich geschafft - nie wieder Hunger: sie brauchen zum ueberleben nur Sonnenlicht, sonst nix.... Mann, was bin ich NEIDISCH...
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