Drehschluss. Und der Dreh endet, wie er begonnen hat - im Wasser. Im letzten Licht des Nachmittags jage ich mit der Unterwasserkamera eine Kokosnuss durch den Pazifik. Sie ist Teil unseres Films und fast haetten wir vergessen, die schwimmende Frucht zu drehen. Sie ist naemlich etwas besonderes: wenn so eine Nuss irgendwann mal von der Palme fällt und im Wasser landet, bleibt sie 3 Monate lang genießbar. Ihre Milch ist isotonisch und...steril. Im 2. Weltkrieg wurde die Kokosnussmilch sogar als Blutplasma verwendet, wenn die Vorraete im Krankenhaus zur Neige gingen. Raus aus der Nuss, rein in die Nadel, ab in die Vene. Unglaublich, aber wahr. Bei den letzten Bildern zeigt sich das Wetter auf Yap von seiner besten Seite. Ganz im Gegensatz zu den Mantas: Mehrmals versuchen wir, die sanften Riesen zu drehen - ohne Erfolg. Sie lassen sich einfach nicht blicken. Stattdessen nur der kurze Besuch eines Hais und heute morgen das Techtelmechtel mit einer Schildkroete, die mit grosser Ruhe am Riff ihr Fruehstueck geniesst. Ueberhaupt laeuft unser Dreh - trotz ausgefuellter Tage - in grosser Gelassenheit ab. Yap ist nicht gross, die Wege sind kurz und Theo, unser Begleiter, kennt Gott und die Welt. Mit dem alten Toyota-Van cruisen wir ueber die Insel und drehen unter anderem eine ausserordentlich koerperintensive Geschichte ueber das Steingeld - die alte Waehrung der Suedsee. Bis ins vergangene Jahrhundert hinein zaehlten grosse Steinraeder als Zahlungsmittel auf Yap. Schade nur, dass das Rohmaterial hier nicht vorkam. Also segelte der unerschuetterliche Yapese bei Wind und Wetter mit seinem nicht sonderlich vertrauenserweckenden Floss nach Palau. In der Regel dauerten diese Besuche laenger, denn die Palauaner liessen sich dass Steingeld teuer bezahlen. Wenn der Yapese nach ein paar Jahren aus der Sklaverei entlassen wurde, durfte er einen Stein auf sein Floss hieven und gen Heimat segeln, in der Regel etwa 5 Tage. Der Wert des Geldes bestand aber nicht nur in der Groesse des Steinrades, sondern in dem geleisteten Gegenwert. Je mehr Arbeit fuer einen Stein - umso hoeher sein Wert. Und wir haben den Wert eines kleineren Steinrades massiv erhoeht... ich weiss wovon ich rede: einen ganzen Nachmittag haben wir so ein Biest fuer den Dreh durch die Gegend geschleppt. Schoen mit Steadicam und einem Dirk, der am Ende seine Schulter nicht mehr gespuert hat. Und nochmal... eine noch... komm, und jetz die letzte... irgendwie war es dann doch nie die letzte...
Als die Klappe heute faellt, bin ich froh, dass die Technik die Salzwasser-Tortur der vergangenen Wochen (bisher) schadlos ueberstanden hat - schliesslich reisen wir Montag schon weiter nach Aegypten und ich habe keine Zeit Reparaturen vornehmen zu lassen (Sorry, Herr Schreyer!).
Heute Nacht geht es dann langsam nach Hause. Guam-Tokio-Muenchen-Frankfurt... Donnerstag Morgen wache ich wieder im eigenen Bett auf - ich freue mich wahnsinnig auf meine Frauen....in diesem Sinne gibt es gleich noch ein leckeres, selbstgebrautes Manta-Gold im Pool, ich stosse mit euch an...
Als die Klappe heute faellt, bin ich froh, dass die Technik die Salzwasser-Tortur der vergangenen Wochen (bisher) schadlos ueberstanden hat - schliesslich reisen wir Montag schon weiter nach Aegypten und ich habe keine Zeit Reparaturen vornehmen zu lassen (Sorry, Herr Schreyer!).
Heute Nacht geht es dann langsam nach Hause. Guam-Tokio-Muenchen-Frankfurt... Donnerstag Morgen wache ich wieder im eigenen Bett auf - ich freue mich wahnsinnig auf meine Frauen....in diesem Sinne gibt es gleich noch ein leckeres, selbstgebrautes Manta-Gold im Pool, ich stosse mit euch an...
habe alles mit großem Interesse gelesen.
AntwortenLöschenLeider herscht zu Hause Trauer, der Hase ist verschwunden, am besten, gleich einen neuen besorgen,
Gruß
Siery